Ein Grundstückskauf ist Privatsache, bei der Bebauung hat die örtliche Behörde aber ein Wörtchen mitzureden. Sowohl Flächennutzungsplan als auch Bebauungsplan beeinflussen das Bauvorhaben. Liegt ein Bebauungsplan vor, so gibt dieser verbindlich Auskunft, auf welche Art und Weise in einem Wohngebiet gebaut werden darf. Dadurch soll nicht nur ein einheitlicher Siedlungscharakter entstehen. Auch Einzelinteressen werden geschützt: Der Bebauungsplan gewährleistet zum Beispiel, dass der Nachbar nicht einfach so sein Haus aufstocken kann und dem eigenen Grundstück damit die Sonne nimmt.

Verfügt die Gemeinde über keinen Bebauungsplan, gilt Paragraf 34 des Baugesetzbuchs. „Das heißt im Normalfall, man baut so, wie im Umkreis von 50 Metern gebaut wurde“, erklärtPatla vom VPB. „Das hängt aber etwas von der zu genehmigenden Behörde ab.“

Auch der Generalverkehrsplan sollte zu Rate gezogen werden. Er weist aus, wo neue Gewerbegebiete oder Straßen entstehen sollen. Soll direkt neben dem Grundstück eine große Straße gebaut werden, kann das störend sein – aber auch ein gutes Argument beim Feilschen um den Grundstückpreis.